Es gibt einige Gründe um von einer statischen Webseite auf das Content Management System (CMS) WordPress umzusteigen. Sei es Aufgrund von Arbeitsersparnis oder mehr Flexibilität, CMS haben auf jeden Fall viele Vorteile. Neben den positiven Aspekten eines Umstieges, gibt es aber auch einige Gefahren. Hier erfahren Sie worauf man bei einer derartigen Umstellung achten muss.

Wann sollte ich auf WordPress umsteigen?

Generell würde ich sagen: Je früher desto besser.

Wenn man länger wartet wird die Website nur größer und eine Umstellung wird also immer schwieriger und riskanter.

Die Vorteile von WordPress gegenüber einer statischen Seite sind hauptsächlich praktischer Natur: Es ist leichter neue Inhalte zu publizieren, dadurch wächst die Website schneller und bekommt mehr Ranking Power. Die Verwaltung der Website ist weniger aufwändig und die ersparte Arbeitszeit kann in Link-Building investiert werden.

Um einen das Übersiedeln leichter zu Gestalten gibt es unter WordPress auch einige PlugIns die eine statische HTML-Seite in einen WordPress Beitrag konvertieren. Alle Seiten die so nicht konvertiert werden können, müssen danach per Hand übertragen werden

Worauf muss ich bei einem Umstieg auf WordPress achten?

Das wichtigste bei einem Umstieg ist aus SEO Sicht natürlich die Rankings der einzelnen Seite zu erhalten.

Nachdem es sich nur um eine Änderung der Plattform handelt, bleibt die Domain gleich. Falls jemand eine Übersiedlung auf einen anderen Domain Namen vorhat, findet hier einen Artikel dazu.

Beim Wechsel gibt es nur 2 Möglichkeiten um die Rankings der Seiten beizubehalten:

  • Alle URLs bleiben gleich
    Das ist ohne Zweifel die beste Lösung. Die Rankings der Seiten bleiben erhalten, da sich an der Website in Wirklichkeit nichts ändert, außer die Plattform im Hintergrund, die aber keinen direkten Einfluss auf die Rankings hat.
    In WordPress ist es möglich die URLs genau zu reproduzieren, es kann aber vor allem für größere Websites sehr aufwändig sein.
  • 301 Redirect
    Die zweite Lösung ist es, alle alten URLs an die neuen URLs weiterzuleiten, und zwar mit einem 301 Redirect. Diese Lösung ist nicht so gut wie die erste, aber auch nicht schlecht. Falls es einem also nicht möglich ist die gleichen URLs beizubehalten, empfehle ich die Umstellung mit individuellen 301 Redirects zu machen.bildschirmfoto-2016-12-28-um-11-14-41
    Bei einem 301 Redirect wird einfach eine Umleitung in der .htaccess Datei eingefügt. Auch hierfür gibt es einige praktische Tools (z.B.: Yoast Permalink Helper) die einem die den Code schon fertig ausgeben oder Seiten wo man den Code auf seine Funktion überprüfen kann, wie z.B. den „htaccess tester“.

Muss bei jeder Seite das Selbe geändert werden (z.B. das .html am Ende der Domain entfernen), lässt sich dies am besten über „mod_rewrite“ realisieren.

3 Kommentare
  1. Avatar
    Daniel sagte:

    Hallo in die Runde,

    eine Frage zu dem Thema hab ich noch. Ich betreibe als Hobby auch diverse Seiten im Netz. Einige davon sind auch mit WP geschrieben, andere wiederum klassisch als HTML.
    Mir sagte mal jemand, das es gerade für Firmen wohl nicht so optimal wäre eine Seite über WP zu erstellen, da Sie doch leichter angreifbar sind durch den WP-admin Bereich als eine statische Seite.
    Kannst du diesem zustimmen oder eher nicht ?
    Aufgefallen ist mir auch, das meine Indexierung der statischen Seiten bei Google zu 100 Prozent passt, also 15 Seiten statisch werden auch tatsächlich in den Index übernommen. Bei WP ist durch die Verschachtelung eine 15 Seiten Seite gleich mal 100 Seiten lang und kommt nur zu einem drittel in den Index. Ist das eher schlecht oder egal ?

    Antworten
    • Daniel Marx
      Daniel Marx sagte:

      Websites mit hardcodet HTML Seiten, bestehen natürlich nur aus den z.B. 15 HMTL Dokumenten, einem Ordner mit Bildern und vielleicht einigen JavaScripts. Weil es kein per Browser zugängliches Backend wie bei WordPress und anderen CMS gibt, fällt natürlich ein Angriffspunkt weg. Jede noch so kleine Änderung muss aber dann im HTML selbst gebastelt werden, gerade deshalb ist für Firmen in der Regel ein CMS sinnvoller, um kleinere Änderungen, News, usw. selbst hochstellen zu können.
      Aus Sicherheitsperspektive lässt sich sagen, dass es keine 100% Sicherheit gibt. Natürlich ist WordPress ein beliebtes Angriffsziel – einfach aus dem Grund, weil mittlerweile mehr als 25% des Webs auf WP läuft. Dafür steht aber auch eine riesige Community an Entwicklern dahinter, so dass auf Sicherheitslücken schnell reagiert werden kann.
      Wer seine WordPress Seite vernüftig absichert, System, Theme und Plugins auf dem neusten Stand hält und sich ein paar Gedanken macht, ist vor den meisten Angriffen sicher. Dazu gehören eine überlegte Auswahl an Plugins (gibt es regelmäßige Updates?), sichere Passwörter, eine Trennung von Autoren und Admin Usern, Schreibrechte Verwaltung auf dem Server, einige Anpassungen in der .htaccess,…
      Aus SEO Perspektive lässt sich sagen, dass WordPress – wie andere CMS auch – oft verschiedene Seiten im Hintergrund anlegt, etwa Autoren und Datumsarchige, Kategorie Archive, Tag Archive, … Grundsätzlich sollte man sich damit beschäftigen, wie man eine Seite aufbaut und strukturiert, um überhaupt zu verhindern, dass WordPress Seiten im Hintergrund anlegt. Dazu kann man auch (etwa mit dem beliebten Yoast Plugin) einstellen, welche Seitentypen überhaupt indexiert werden sollen und in die Sitemap aufgenommen werden.
      Wie schnell eine Seite und mit wie vielen Seiten eine Domain in den Index aufgenommen wird, hat mit der Größe & Struktur aber auch mit der Autorität (Verlinkung) zu tun. Bei größeren Seiten (vor allem Shops) muss man sich dazu schon über Crawbudget Spending Gedanken machen. Bei kleineren Seiten ist das im Regelfall egal. Dass bei deiner Seite nur ein Drittel im Index ist kann mehrere Gründe haben z.B., dass WP durch doppelte Kategorisierung o.ä. Archive mit Duplicate Content findet und diese dann eben nicht mitaufnimmt, oder dass Seiten nicht richtig verlinkt sind und der Crawler sie gar nicht erreicht?

      Antworten
      • Avatar
        Daniel sagte:

        Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Im Grunde deckeln sich unsere Meinungen zu dem Thema. Ich werde weiterhin beides benutzen, HTML und WP. Unterschieden muss halt von Projekt zu Projekt werden was man einsetzt.

        VG

        Antworten

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