Das Web wird längst nicht mehr vom Desktop aus genutzt. Smartphones und Tablets haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die mobile Nutzung des Internets extrem rasant wächst. 2012 hatten schon mehr als die Hälfte aller Österreicher ein Gerät mit mobilem Internet in der Hosentasche, und nutzen es auch fleißig.

Mobile ist Pflicht

Und die „neuen“ Endgeräte verändern das Web massiv. Mittlerweile gilt bei der Entwicklung und Konzeption von Websites die Maxime „Mobile First“. Das heißt Online-Auftritte werden für die Nutzung auf mobilen Geräten konzipiert und entwickelt und dann der Desktop-Nutzung angepasst. Noch vor kurzem war es genau anders herum.

Trotzdem sind viele Websites nach wie vor gar nicht für die Nutzung durch Mobile Devices ausgelegt. Worunter die Darstellung auf solchen Geräten dann auch erheblich leidet.
Die Benutzung solcher Seiten ist deshalb oft mühsam, was die User-Experience und damit die Verweildauer auf solchen Seiten klarerweise nicht gerade steigert.

Eine Möglichkeit ist für den eigenen Auftritt eine spezielle mobile Version oder sogar eine App zu entwickeln. Eine optimale mobile Version für jedes Endgerät ist dabei aber immer schwierig – ständig kommen immer neue Geräte mit verschiedensten Bildschirmgrößen und Auflösungen.
Und wer lädt sich schon für jeden Einkauf in einem Online Shop eine eigene App herunter?

Responsive Web Design als Lösung

Neben speziell entwickelten mobilen Versionen kann auch Responsive Web Design eine Lösung sein. Eine Lösung die in vielen Fällen sogar sinnvoller sein kann als speziell zugeschnittene Mobile-Lösungen.

Responsive Web Design ist eine mittlerweile recht etablierte Technik, um eine Seite so zu konzipieren, designen und programmieren, die sich flexibel an die Anforderungen jedes Gerätes anpasst (responsive = auf jemanden eingehen).

Das bedeutet zum Beispiel, dass von vorneherein mitkonzipiert wird, wie sich Elemente, Texte und Bilder alternativ auf verschiedenen Geräten anordnen soll, oder sich die Navigation verhalten sollen.
Dabei wird bei gutem “responsive” auch mitgedacht, ob Inhalte bei verschiedenen Darstellungsformen auch relevanter sein könnten und deshalb anders erscheinen sollen.

Möglich machen das die neuen Webstandards HTML5 und CSS3. Bei responsiven Seiten werden durch Mediaqueries Eigenschaften des Endgerätes, wie Eingabemöglichekeiten (Tastatur, Sprache, Touch), Bildschirmbreite oder Auflösung abgefragt, die dann durch verschiedene CSS-Anweisungen passend bedient werden. Im CSS werden Größenangaben auch nicht mehr fix definiert sondern es wird mit Prozentwerten gearbeitet. Starre Layouts werden von flüssigen Layouts abgelöst.

Die fertige Website reagiert dann auf das Ausgabegerät und dessen Möglichkeiten und bringt dem Nutzer das optimale Ergebnis beim Surfen, egal ob auf PC, Smartphone oder Tablet.

Zwar bedeutet Responsive Web Design auch höhere Kosten in der Erstellung der Website, dafür fallen später die Kosten für Entwicklung, Wartung und Pflege einer eigenen mobilen Seite fallen weg, was langfristig eine Menge Geld sparen kann.

Auch aus SEO-Sicht sinnvoll

Auch für SEO kann Responsive Web Design hilfreich sein. Eine Seite die sich auch auf mobilen Geräten gut anfühlt hat eine geringere Bounce-Rate, d.h. User springen nicht sofort wieder auf die Google-Ergebnisseite zurück.
Mobile Versionen von Webauftritten, die unter eigenen Domains (m.domain.tld) laufen, haben außerdem den gleichen Content wie die Website. Mit einer responsiven Seite hat man dagegen stets nur Unique Content.
Auch Google selbst auch empfiehlt zur Gestaltung von mobilen Seiten Responsive Web Design. Das heißt auch bei mobiler Suche rankt die eigene Website genauso gut, wie es eine mobile Version täte.
Zu vernachlässigen ist sicherlich auch nicht, dass Links auf den eigenen Auftritt immer gleich bleiben, weil es ja immer nur eine Adresse gibt.

Responsive Web Design bietet also für viele Projekte die richtige Lösung, um auch in der „Post-PC-Era“ auf allen Geräten einen gelungenen Auftritt im Web zu haben.

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