In diesem Artikel erklären wir, wie man eine WordPress Site auf eine neue Domain übersiedelt. Bei uns findet der Umzug innerhalb des gleichen Servers statt, der Umzug auf einen neuen Server verhält sich allerdings ähnlich.

Ein Backup machen

Bevor gestartet wird sollte immer zuerst ein Backup angelegt werden. Denn spätestens wenn etwas so sehr schief geht dass das Backend von WordPress nicht mehr funktioniert (was bei einem derartigen Eingriff in das System schon passieren kann ) ist das Backup oft die letzte Rettung.

Es empfiehlt sich neben der inkludierten WordPress Sicherung auch die Daten vom Server selbst abzuspeichern. Dafür gibt es natürlich auch Plugins, die den Prozess deutlich erleichtern, wie z.B. BackWPup

 

Die Vorbereitungen

Nach dem Backup (wo ja noch alles funktioniert) sollte auch gleich die Gelegenheit genutzt werden um alle Plugins, sowie natürlich auch WordPress auf den neuesten Stand zu bringen.

Danach kann die neue Domain beim Hosting Provider eingetragen werden.
Um alle Zugriffe, die in Zukunft noch auf die alten URLs gelangen umzuleiten, empfiehlt es sich an diesem Punkt alle Redirects mit Hilfe einer .htaccess Datei einzurichten. Wenn sich die URIs ändern, dann geht man so vor: Solange die alte Website noch live ist, kann man alle URLs einfach mithilfe von Screaming Frog als Excel Datei exportieren und dort alle Redirects zu den neuen Seiten definieren. Sollte sich aber an der grundlegenden URL Struktur nichts ändern, genügt ein einfaches Mod Rewrite, das weiter unten beschrieben wird.

Ist das alles Abgeschlossen können wir im WordPress die root domain auf unsere neue Webseite umstellen. (Nicht erschrecken man wird automatisch ausgeloggt und die Website sowie das Backend sind nicht mehr aufrufbar.)

 

Der Umzug

Die alten WordPress Dateien können entweder gelöscht werden (nicht empfohlen), oder in einen eigenen Ordner am Server gelegt werden (empfohlen). Die alte Domain wird auf diesen Ordner gerichtet.

Die neuen WordPress Dateien kommen auf die Root und die neue Domain wird darauf gerichtet.

Dank WordPress werden die meisten Pfade direkt beim einstellen der neuen Root Domain auf die neue Seite geändert – aber leider nicht alle.

Ein Beispiel wären alle internen Verlinkungen auf den Seiten, in denen absolute Pfade verwendet wurden. Um diese nicht einzeln suchen und umändern zu müssen gibt es einige nützliche Tools. Unsere Empfehlung hierfür ist das WordPress Plugin „Velvet Blues“. Einmal durchgelaufen sollten jetzt aber schon fast alle Verlinkungen korrigiert sein.

Jetzt kann es allerdings noch immer sein, dass es Links gibt, die auf die alte Seite verweisen (z.B. Links in Feldern, die mit bestimmten Theme-Buildern erstellt wurden).

Um diese zu finden verwendet man am besten wieder Screaming Frog.
Diese Links müssen danach noch manuell ausgebessert werden.

 

.htaccess richtig einrichten

Nachdem intern alle Links wieder passen muss natürlich auch geschaut werden, dass alle Aufrufe der alten Seiten auf die neuen Seiten weitergeleitet werden. Dafür sorgt die .htaccess Datei im Ordner der alten Website. Falls sich die URLs ändern, hat man diese schon vorher erstellt. Bleibt alles gleich und nur die Domain ändert sich, genügen diese 4 Zeilen:

 

RewriteEngine On

RewriteBase /

RewriteCond %{HTTP_HOST} !newdomain.com$ [NC]

RewriteRule ^(.*)$ http://www.newdomain.com/$1 [L,R=301]

 

Bevor die .htaccess Datei entgültig geändert wird empfiehlt es sich den verwendeten Code zu testen. Auch hierfür gibt es im Internet einige nützliche Tools, wie z.B. den „htaccess tester“

 

Google Dienste und Ranking Checker updaten

Abschließend an den Umzug sollten natürlich auch alle Google Dienste, Ranking Checker, etc. geändert werden.

Damit ist es erledigt.

 

Rankings

Googles John Müller hat mir zwar auf der SMX München persönlich versichert, dass ein Domain Umzug ohne Änderung der URL Struktur keine Auswirkungen auf die Rankings hat – alles wird 1:1 von der alten auf die neue Domain übertragen – wir sehen nach dem Umzug von www.thomaskloos.at auf www.kloos.at aber doch einen deutlichen Absturz von mehreren Positionen für unsere wichtigsten Keywords.

Gleichzeitig sind wir allerding auch auf https umgestiegen, d.h. der Grund für den Absturz kann nicht ganz genau eingegrenzt werden. Dennoch warten wir gespannt, wie sich die Lage entwickelt.

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